Beispielhaftes BayernNetzNatur-Projekt im Labertal ist gestartet

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Beispielhaftes BayernNetzNatur-Projekt im Labertal ist gestartet

Regierungspräsident Rainer Haselbeck hat zusammen mit Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Herbert Blascheck sowie zahlreichen Kooperationspartnern den Startschuss für das bayernweite Pilotprojekt BayernNetzNatur „Labertal-Projekt 2030“ gegeben. Mit dem Labertal-Projekt 2030 wird nicht nur weiterhin die ökologische Wertigkeit des Tals der Großen Laber sichergestellt sondern damit werden auch die zukunftsorientierten Ziele Arten- und Biotopschutz, Gewässer-, Moor sowie Klimaschutz in einer bisher einzigartigen Weise miteinander verbunden. Das Besondere: Aufgrund seiner bayernweiten Bedeutung, der beispielhaften ökologischen Ausrichtung und des kooperativen Projektansatzes wird das Labertal-Projekt 2030 mit einem Fördersatz in Höhe von 90% gefördert. Verantwortlicher Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. Umgesetzt wird das „Labertal-Projekt 2030“ nicht nur von einer Vielzahl von Akteuren wie dem Wasserwirtschaftsamt, den Naturschutzbehörden, dem Landwirtschaftsamt, dem Bauernverband und dem Landesbund für Vogelschutz sondern auch gemeinsam vom Markt Langquaid, der Gemeinde Herrngiersdorf und dem Markt Rohr.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck betonte in seiner Rede, dass die Corona-Krise zeige, wie zerbrechlich unser Leben sei. „Schutz des Lebens und der Natur gehören zusammen“, so Haselbeck. Das Labertal mit seinem naturnahen Flusslauf habe inzwischen europäische Bedeutung erlangt, es ist eine der wichtigsten Achsen im niederbayerischen und bayerischen Biotopverbund. Der Regierungspräsident erinnerte auch an das erfolgreiche Volksbegehren für mehr Artenvielfalt, das von der Staatsregierung übernommen und mit dem Gesetzt als “Volksbegehren Plus” ergänz wurde. Das Labertalprojekt 2030 folge in vollem Umfang diesen Zielsetzungen und diesem gesellschaftlichen Impuls. Gerade auch im Hinblick darauf, dass das Labertal zu den bedeutendsten Wiesenbrütervorranggebieten in Bayern gehört, in dem es noch wenige Brutpaare der in Bayern vom Aussterben bedrohten Bekassine und Wiesenpieper gibt, gelte es, das vorhandene Potential mit dem Labertal-Projekt 2030 zu nutzen und die Lebensräume für gefährdete Arten aufzuwerten. Das Projekt Labertal 2030 ist Teil des BayernNetzNatur-Projekts „Tal der Großen Laber“ und nimmt eine ganz besondere Pilotfunktion für ganz Bayern ein, unterstrich der Regierungspräsident, der gleichzeitig betonte, dass die die Regierung von Niederbayern dieses Projekt aus vollster Überzeugung unterstützt und sehr gerne daran mitarbeitet, gehe es dabei doch um einen echten integrativen Ansatz, der Schwerpunkte Arten-und Biotopschutz, v. a. Verbesserung der Lebensräume für Wiesenbrüter, Gewässerschutz, Moor- und Klimaschutz miteinander verbindet. Der Förderbescheid gebe dem Projekt drei Jahre lang finanzielle Sicherheit“, betonte er. Es sei hier hervorragende Arbeit geleistet, was Vorbild für viele anderen bedeute. Darum sei der Förderbescheid und seine Mittel bestens angelegt.

Das Projektgebiet umfasst ca. 850 Hektar und die Projektziele reichen vom Erhalt und der Verbesserung der Biodiversität über die Schaffung und Sicherung von artenreichen Grünlandflächen und auetypischen Feuchtlebensräumen, die Optimierung der Flächenbewirtschaftung und der Biotoppflegemaßnamen bis hin zur Sicherung und Optimierung von Moor-/Niedermoorvorkommen. Intensiv mit eingebunden wird dabei auch die Landwirtschaft sein.

 

Quelle Text & Bild: Markt Langquaid

2020-09-02T09:24:40+00:00 02.09.2020|Langquaid|