Wildenberg, 20.05.21 – Immer wieder wird an die Verantwortlichen der Gemeinde herangetragen, dass Hundebesitzer ihre Hunde in Wald und Flur nicht an die Leine nehmen, sondern freilaufen lassen. Darunter leiden derzeit vor allen Dingen Rehkitze, bei Rehen selbst verursachen die Hunde damit Aufregung und hetzen den Rehen oft hinterher. Gerade bei trächtigen Rehen kann es dadurch zu Fehlgeburten kommen, darüber sind sich Jagdvorstehen Martin Forstner und Bürgermeister Winfried Roßbauer einig. Aber auch die jungen Rehkitze müssten vor dem Kontakt mit Hunden geschützt werden. Zum einen sind diese Jungtiere noch nicht so schnell, um vor einem Hund fliehen zu können, zum anderen besteht die Gefahr, dass sie von den Elterntieren verstoßen werden, so Forstner. Ziel innerhalb der Gemeinde sollte sein, den Tiernachwuchs zu schützen, das Verenden wildlebender Tiere nach Hetzaktionen durch freilaufende Hunde sowie Risse wildlebender Tiere zu verhindern, dass sei ihm als Bürgermeister wichtig, so Winfried Roßbauer. Deshalb die Bitte von ihm an die Hundebesitzer, leinen Sie Ihren Hund an, wenn Sie auf Wald und Flur unterwegs sind.
Diesen dringenden Appell an alle Hundebesitzer schließt sich Jagdvorsteher Martin Forstner jun. an. Aus diesem Grund hatte der Gemeinderat der Gemeinde Wildenberg eine Verordnung über das Einschränken des freien Umherlaufens von großen Hunden und Kampfhunden in die Tat umgesetzt. Dabei wird der Hundeführer verpflichtet, vor Betreten der Verbotsbereiche dem Hund eine Leine anzulegen und in den Verbotsbereichen ständig an der Leine zu führen. Die Leine muss reißfest sein und darf eine Länge vom max. 2 m nicht überschreiten. Die Leine muss mit einem schlupfsicheren Halsband oder einem schlupfsicheren Geschirr verbunden sein, aus dem ein selbstständiges entweichen des Hundes ausgeschlossen ist. Die Person, die einen Hund an der Leine führt, muss jederzeit in der Lage sein, das Tier körperlich zu beherrschen. Hundeführer ist damit derjenige, wer einen leinenpflichtigen Hund führt. Zwar glaube er, dass Wildenberg vernünftige und verantwortungsvolle Hundehalter hat, die die Verordnung kennen und sich daran orientieren, trotzdem appelliere er an alle, dass Anleinen des Hundes zum Schutz der Rehe und Rehkitze ernst zu nehmen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Rezept für ein friedvolles Miteinander von Mensch und Tier. Deshalb der Appell an die Hundebesitzer so Bürgermeister Winfried Roßbauer.