Wildenberg, 30.06.21 – Im Untergrund und damit auch im Kanalnetz, da brummt das Leben. In den weit verzweigten Abwassersystemen fühlen sich gerade die Ratten recht wohl. Das stellen die Männer der beauftragten Firma AKS auch in Wildenberg fest. In diesem Jahr werden sowohl die Kronbergstraße, die Irlacher Straße, wie auch die Rohrer Straße untersucht, Zuleitungen von Wasser oder defekte Rohrsysteme werden repariert. Damit wird ein Teilbereich des Kanalnetzes der Gemeinde Wildenberg dahingehend überprüft, in wie weit Fremdwasser (z.B. Quellen) durch defekte Rohre in das Kanalnetz fließen. Wildenberg hat zwischen 45 und 50% Fremdwasser im Kanal, was eindeutig zu viel ist. Der technische Stand steht eher bei 25% Fremdwasser. Nicht nur in Wildenberg gibt es eine Reihe kaputter Rohre im Kanalnetz, auch in anderen Dörfern und Städten ob in Deutschland oder auch im Ausland. Unzählige Kilometer an Rohren sind im Untergrund, und warten darauf saniert zu werden. Da sie unter Straßen oder Häusern verlaufen, teilweise durch Naturschutzgebiete, ist es schwierig, sie zu erreichen. Umso häufiger kommt nun die Lösung für das Problem aus Deutschland, genauer gesagt z.B. von der Firma Primus Line. Diese Firma hat ein System entwickelt, um Rohre von innen zu sanieren. Grabenlos, sagen die Fachleute dazu. Das System ist fast zu simpel, darüber sind sich die Fachleute einig. Durch das beschädigte Rohr wird ein kilometerlanger Schlauch gelegt, der z.B. das Abwasser transportiert. Man braucht nur einen Einstiegspunkt, muss nicht bohren oder graben. Die Schläuche aus Aramid-Fasern, besser bekannt als Kevlar, werden in riesigen Maschinen hergestellt. Die Faser reißt nicht. Neue Kunden hätten jedoch oft Vorurteile. Ein Schlauch kann nicht dieselbe Performance haben wie ein neues Stahlrohr, so die Meinung.
Bild: Die Fachleute der Firma AKS sind derzeit dabei, mit dem Roboter und viel weiterer Technik das Kanalnetz der 3 untersuchten Straßen zu sanieren.