Rückblick der Radsportabteilung des TSV Langquaid

Am 16. Mai war es endlich soweit. Die insbesondere von den Jugendlichen heiß ersehnte Öffnung des Laberflow Bikepark Langquaid konnte aufgrund der Lockerungen der Corona-Einschränkungen erfolgen. Wenngleich die eigentlich geplante große Eröffnungsveranstaltung verschoben werden musste und es eher eine „lautlose Eröffnung“ war, war der Ansturm am ersten Wochenende überwältigend. Die Betreuer der Radsportabteilung des TSV Langquaid hatten alle Hände voll zu tun, um einen geordneten Ablauf zu gewährleisten und sich den Fragen der vielen Nutzer zu stellen. „Es war eine Freude, die begeisterten Mädchen und Jungen bei ihren ersten Versuchen auf der Jumpline und dem Pumptrack zuzuschauen. Sogar unter 10jährige trauten sich vom Starthügel aus über die Sprunghügel der Jumpline zu fahren“, erzählte Abteilungsleiter Reinhard Labitzke.

Wie man den ausgehängten Nutzungsregeln entnehmen kann, wird der Bikepark des Marktes Langquaid von der Radsportabteilung des TSV Langquaid 1904 e.V. in Zusammenarbeit mit dem Markt Langquaid betreut. Hierzu gehört auch eine Weisungsbefugnis für die von der Radsportabteilung eingeteilten Betreuer.

Man habe sich bewusst für eine Erdbauweise der Anlage entscheiden, da sich die Anlage so besser in das Ortsbild mit dem angrenzenden Spielplatz, dem Bewegungspark und dem Marktweiher einfüge. Auch entspräche so eine Bauweise eher den natürlichen Fahrbedingungen. Eine solche Anlage sei aber auch entsprechend pflegebedürftig, so Reinhard Labitzke.

Insbesondere bei Nässe weiche der Belag auf und sei dann besonders empfindlich für Beschädigungen, die dann mit viel zeitlichen und körperlichen Arbeitseinsatz durch die Radsportabteilung beseitigt werden müssen. „Die Anlage muss daher manchmal für die Nutzung gesperrt werden, um Schäden zu vermeiden“, so der Abteilungsleiter. Die meisten Nutzer hielten sich nach den vier Wochen Erfahrung auch an die Sperre. Leider falle es aber auf, dass es immer wieder Nutzer gäbe, welche die Sperre ignorierten. Tiefe Fahrspuren und abgebrochene Spurkanten seien dann die Folge, die eine spätere Nutzung erschweren oder sogar gefährlich machten. „Schwer nachvollziehbar ist es, dass einige Eltern mit ihren Kindern an die Anlage kommen und trotz Sperrung diese ignorieren“, berichtet Labitzke. Wenn der Boden trocknet, verhärten die Spurrillen wie betoniert und seien dann eine Gefahr für die Nutzer. „Wir müssen dann in unserer Freizeit anrücken, um die Anlage wiederherzurichten. Gefährlich und unverständlich sei außerdem, dass manche Biker quer durch den Kinderspielplatz abkürzten oder auch sich eine illegale Seiten-Zufahrt von der Abensberger Straße durch Hecke und Absperrband schnitten. „Ich würde mir von manchen Leuten mehr Verständnis und Verantwortungsbewusstsein wünschen. Wir wollen ungern Nutzungsverbote aussprechen, aber gegen notorische Verweigerer werden wir diese in den Nutzungsregeln aufgeführte Option auch durchsetzen“, so Labitzke mit Verweis auf den auf der Tafel zu finden Aufruf:

„Respekt zeigen. Achtet bitte auf die Anlage. Die Anlage wird durch ehrenamtliche Helfer und den Markt gepflegt. Aber jeder kann dazu beitragen, dass der Bikepark in einem gut fahrbaren Zustand bleibt. Nehmt Rücksicht auf andere Nutzer.“

Quelle Text & Bild: Markt Langquaid