Langquaid: Umgestaltung der Aussegnungshalle

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Langquaid: Umgestaltung der Aussegnungshalle

Mit der neu gestalteten Aussegnungshalle im Waldfriedhof ist ein würdevoller Raum zum Abschiednehmen entstanden, der Geborgenheit, Trost und Hoffnung vermittelt. Die im Jahr 1979 erbaute Aussegnungshalle wirkte mittlerweile nicht nur dunkel, schwer und trist, sondern sie wurde auch der heutigen Bestattungskultur nicht mehr gerecht, zumal immer mehr Trauerfeiern direkt am Friedhof stattfinden. Auch deshalb hat der Markt Langquaid sich entschieden, die Aussegnungshalle komplett neu zu gestalten.

Das Konzept dazu hat Künstler Alfred Böschl erarbeitet, der als Thema dafür das Symbol „Weg“ gewählt hat. Dies wird beispielsweise in der Bodengestaltung sichtbar. Dort hebt sich vom hellen Belag aus Kelheimer Auerkalkstein ein breiter mit grauem Wachenzeller Dolomit gestalteter Weg ab. Dieser weist von der neuen großen Eingangstüre aus Eichenholz zur ebenfalls neu gestalteten Stirnwand mit einer konkaven und mit Bronzepatina belegten Fläche, deren Zentrum ein schwebendes aus Acrylglas und Bronze komponiertes Kreuz ist, das sich stilvoll in den Raum einfügt und an den Auferstehungsgedanken erinnert. Der ursprüngliche kreuzförmige Grundriss des Gebäudes wurde erhalten. Die beiden ost- und westseitigen Seitenbereiche wurden so integriert, dass jeweils ein Aufbahrungsraum, ein Vorbereitungsraum für den Priester und ein weiterer Vorbereitungsraum für die Bestatter entstanden ist.

Der bisherige überdachte Vorbereich wurde in die Aussegnungshalle integriert, die so nun auch knapp 60 Sitzplätze in den neuen Bänken bietet. Geschlossen wurde der ehemalige Vorbereich mit ebenfalls von Künstler Alfred Böschl gestalteten bodentiefen Glaselementen, die sich harmonisch in die bestehenden Klinkersteinwände einfügen und die der Aussegnungshalle auch eine besondere würdevolle Atmosphäre verleihen. So sind die östlichen Glaselemente in verschiedenen Brauntönen gehalten und sollen die Erde, aus der die Menschen kommen symbolisieren. Mit den Blautönen auf der Westseite werden der Himmel und die Gedanken an das Jenseits ausgedrückt. Diese besondere Fenstergestaltung verbindet sich auch mit der neu gestalteten Decke, für die lange Dielen aus Weißtanne verwendet wurden, die dem Raum Ästhetik und Höhe verleihen, zu einer stilvollen Einheit.

Der Innenbereich wurde auch mit einem neuen ebenfalls von Alfred Böschl künstlerisch gestalteten Ambo und einer passenden Stele für Urnen ausgestattet. Beleuchtet wird die Aussegnungshalle von dezent gesetzten LED-Lichtbändern. Eine neue Lautsprecheranlage sowie ein digitaler Bilderrahmen, auf dem Angehörige und Freunde mit Fotos an den Verstorbenen erinnern können, wurde ebenfalls in die neue Aussegnungshalle integriert. Erneuert wurden auch die kompletten Fenster sowie der Glockenturm, dessen Kreuz mit Blattgold belegt wurde und in dem sich jetzt auch die Stilelemente des Eingangsportals wiederfinden.

2019-11-08T11:13:45+00:00 08.11.2019|Langquaid|