Wildenberg, 12.10.21 – Zusammen mit dem Bürgerenergieverein Neufahrn und Umgebung e.V. brachen kürzlich 7 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wildenberg, davon 2 Gemeinderäte und der Bürgermeister in Richtung Wildpoldsried auf. Wildpoldsried, eine Vorzeigegemeinde in Sachen Energie- und Klimaschutz in Europa ist bereits von mehreren Organisationen für seine Arbeit ausgezeichnet worden. In Wildpoldsried gibt es zahlreiche alternative Energiesysteme, die mit Bürgerbeteiligung in den letzten Jahrzehnten entwickelt wurden. Der Gemeinderat Thomas Pfluger aus dem Ort informierte dabei über seine Erfahrungen im Positivem wie im Negativem.
Die Gemeinde Wildpoldsried im schwäbischen Landkreis Oberallgäu liegt 724 m über dem Meeresspiegel und hat 2.543 Einwohner. Bundesweit und international bekannt wurde die kleine Gemeinde als Energiedorf, das mittels erneuerbaren Energien ca. achtmal so viel Strom erzeugt, wie es selbst verbraucht. Für diese Leistung erhielt die Gemeinde zahlreiche Preise und die bayerische Staatsmedallie für Verdienste um die Umwelt. Auch internationale Preise wurden ihr verliehen, bereits zweimal der European Energy Award in Gold, und das sogar mit der europaweit höchsten Punktzahl.
Wildenberger Delegation beeindruckt
Seit Mitte der 90iger Jahre wurden in Wildpoldsried rund 24 Millionen Euro in den ökologischen Umbau der Gemeinde investiert. Dabei wurden neun Windkraftanlagen errichtet, 26.400 qm Photovoltaikanlagen installiert und eine Biogasanlage errichtet, welche Wärme für die Haushalte liefert. Das Dorf produziert ca. achtmal so viel Strom wie es verbraucht. 2012 bereits wurden zwei weitere Windräder in Betrieb genommen, so dass die Zahl von 30 Millionen Euro erreicht wurde, welche die Bürger von Wildpoldsried in erneuerbare Energien investiert hatten.
Gute Erträge aus Solarenergie
Mit den Erträgen aus der Solarenergie bezuschusst Wildpoldsried seine Vereine. Diese Nachricht überbrachte Gemeinderat Thomas Pfluger aus dem Wildpoldsrieder Gemeinderat. Beeindruckt waren die Wildenbergerinnen und Wildenberger auch von einem Badeweiher, der in Wildpoldsried errichtet wurde. Neben der Besichtigung einer Biogasanlage interessierte die Wildenberger vor allen Dingen auch, wie diese Windräder aus nächster Nähe außen wie innen aussehen. Dies war im Rahmen einer Führung möglich, das Ganze war mehr als beindruckend.

Bild: Vor einem der Windräder stellte sich die Wildenberger Delegation mit Bürgermeister Winfried Roßbauer (3. von rechts), Gemeinderat Thomas Hermann (2. von rechts) und Gemeinderat Franz Stadler (3. von links) zu einem Erinnerungsfoto.